Philips Fidelio L1/00 - Testbericht

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Audiomagnet.com
1,7
gut
  Feedback: ★★★☆☆ 
(88) Kundenmeinungen
Pro: (+)
  • Klanglich exzellenter Allrounder
  • Bestechende Verarbeitung
  • Technisch up to date
  • Niederohmig – daher idealer Partner für Mobilgeräte
  • mehr?   das sagen die Nutzer
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Als Philips das Konzept des Fidelio L1/00 der Fachpresse vorstellte, ging ein Raunen durch die erstaunten Massen: Ausgestattet mit halboffenen Treibereinheiten, will der Fidelio nicht nur mit gutem Sound überzeugen, sondern auch mit einer modernen Optik und edlen Materialien – und das alles zu einem Preis, welcher die Konkurrenz mühelos an die Wand spielt. Ob Philips halten kann, was von ihnen vollmundig versprochen wird?

Fazit

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Der Fidelio L1/00 von Philips macht beinahe alles richtig: Die Optik ist modern und dezent, ohne langweilig zu wirken, die Verarbeitung ist über alle Zweifel erhaben, die Materialauswahl würde auch deutlich teureren Kopfhörern gut zu Gesicht stehen und der Klang kann schlicht begeistern – besonders der Bass überzeugt durch eine markige Wucht, die man regelrecht physisch fühlen kann, weswegen manch ein unvoreingenommener Tester schon mal spontan nach einem Subwoofer gesucht hat. Dass die unteren Frequenzen ein wenig angehoben sind, verzeiht man dem Philips gerne, zumal das minimale Sounding nur im direkten Vergleich mit einem extrem neutralen Kopfhörer auffällt. Deswegen sei jedem, der auf der Suche ist nach einem erschwinglichen High-End Kopfhörer, dringend angeraten, die Philips Fidelio L1/00 mal zur Probe anzuhören – die Suche könnte schneller ein Ende finden, als man denkt.

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Bilder & Videos

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Spezifikationen

Genauere Spezifikationen zum Philips Fidelio L1/00 können Sie » hier « bekommen.

Kundenmeinungen

Es haben   88 Kunden das Produkt im Schnitt mit 3.0 von 5 Sternen (★★★☆☆ ) bewertet. Meinungen und Erfahrungen von Kunden zum Philips Fidelio L1/00 gibt es » hier « nachzulesen.

Der erste Eindruck

Mittlerweile ist man es gewohnt, dass selbst Kopfhörer im gehobenen Preissegment größtenteils aus Kunststoff bestehen – was nach Aussage vieler Hersteller nicht an den niedrigen Produktionskosten liegt, sondern vielmehr daran, dass es sich bei Kunststoff um ein sehr leichtes Material handelt, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirken würde. Ganz anders sieht die Sache beim Fidelio L1 aus, der fast ausschließlich aus Aluminium und Leder besteht, während Kunststoff nur dort zum Einsatz kommt, wo es sich nicht vermeiden lässt. Alleine deswegen hebt sich Philips deutlich von der Konkurrenz ab, und nicht nur, dass die verwendeten Materialien alle extrem hochwertig sind, auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen: Jede Komponente macht einen sehr soliden Eindruck, das Finish ist vorbildlich, die Aluminiumapplikationen makellos und das Leder so weich und anschmiegsam, dass man es auch bedenkenlos für exklusive Handschuhe nutzen könnte. Unwillkürlich stellt man sich als Nutzer die Frage, wie Philips diese Qualität zu solch einem niedrigen Preis anbieten kann – weswegen im ersten Moment leichte Zweifel aufkommen, ob der Kopfhörer klanglich das halten kann, was er optisch verspricht. Das erste Probetragen hingegen fällt ein wenig verhalten aus: Obwohl sich der Kopfhörer nicht unangenehm anfühlt, was besonders an der weichen, dicken Polsterung liegt, bereitet das glatte Leder des Kopfbügels etwas Probleme, da der Kopfhörer leicht zu verrutschen droht. Des Weiteren sind die Ohrmuscheln relativ klein, weswegen mitunter nicht alle Ohren bequem von ihnen umschlossen werden – daher ist es zur Sicherheit angeraten, dass Interessierte den Kopfhörer beim Händler ihres Vertrauens mal zur Probe aufsetzen, um eine böse Überraschung zu vermeiden.

Die Technik

Die Treibereinheiten funktionieren nach dem halboffenen Prinzip, womit Philips die Brücke schlagen will zwischen den druckvollen und dunklen Bässen von geschlossenen Kopfhörern und der Präzision und Agilität von offenen Kopfhörern. Um dem Klangbild zu einer hohen Dynamik zu verhelfen, setzt Philips auf eine Membran, die einen Durchmesser von 40 Millimetern hat – womit alle Zutaten für eine gute Basswiedergabe vorhanden sind. Um auch den mittleren und hohen Frequenzen zu einer seidigen, glasklaren Wiedergabe zu verhelfen, verwendet Philips das Magnetmaterial Neodym, das ein besonders starkes, homogenes Magnetfeld erzeugt, weswegen selbst feinste Details in der Musik in subtile Schallwellen umgewandelt werden können. Um störende Vibrationen zu vermeiden, die sich negativ auf das Klanbild auswirken könnten, hat Philips die massiven Ohrmuscheln aus Aluminium im Inneren zusätzlich mit einem speziellen Kunststoff beschichtet, der eine dämpfende Wirkung hat. Als i-Tüpfelchen wurde im Fidelio L1/00 eine patentierte Bassöffnung in die Treibereinheiten eingelassen, die dem Bassbereich zu einer extrem kontrollierten Wiedergabe verhilft. Alles in allem, was Philips dem Nutzer zu bietet hat, ist eine High-End Technik, die in dieser Preisklasse einzigartig ist.

Der Klang

Irgendwie ist es seltsam, was der Fidelio L1 dem Nutzer in die Ohren zaubert: Auf der einen Seite hat man das Gefühl, der Klang wäre extrem ausbalanciert, neutral und sachlich, auf der anderen Seite verzaubert der Philips mit einem druckvollen, tiefen Bass, der zum Staunen anregt, mit Höhen, die dynamisch jedes noch so kleine Detail zu Gehör bringen, und mit einer Darstellung, die intensiver und fesselnder kaum sein könnte. Die Frage, ob der Fidelio L1 klanglich das halten kann, was er optisch verspricht, stellt sich dem Hörer nicht mehr, nachdem er die ersten Takte seiner Lieblingsmusik hat genießen dürfen über diesen Ausnahmekopfhörer. Auch die räumliche Darbietung weiß zu begeistern, da man bei geschlossenen Augen meinen könnte, ein ganzes Orchester würde sich im heimischen Wohnzimmer aufbauen – weswegen der Fidelio L1 auch für eingefleischte Cineasten ein idealer Begleiter ist, die am Abend vermeiden wollen, ihre lieben Mitmenschen mit ohrenbetäubenden Lautstärken aus dem Bett zu holen. Als kleinen Kritikpunkt könnte man anführen, dass der Philips nicht als hartgesottenes Neutralitätswunder bezeichnet werden darf – denn bei genauerem Hinhören fällt auf, dass die unteren Frequenzen ein wenig angehoben wurde. Eine klangliche Abstimmung, die wahrscheinlich ihren Teil zum außergewöhnlichen Klang des Philips beiträgt, weswegen man sie im Grunde nicht als Manko bezeichnen kann.

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